Camping und Griechenland passen eigentlich erstaunlich gut zusammen. Das Klima, die lange Küste, die vielen kleinen Buchten, Olivenhaine und Pinienwälder sowie ein Land, in dem ein großer Teil des Lebens ohnehin draußen stattfindet.
Wer Griechenland bisher ausschließlich aus Hotels oder Apartments kennt, erlebt das Land beim Camping noch einmal anders. Der erste Kaffee wird vor dem Zelt getrunken, abends sitzt man lange draußen und zum Strand braucht man auf manchen Plätzen kaum mehr als ein Handtuch und Badeschuhe.
Dabei reicht das Angebot vom einfachen Familiencampingplatz mit wenigen Stellplätzen bis zur großen Ferienanlage mit Restaurant, Pool, Mietunterkünften und direktem Strandzugang.
Griechenland hat eine erstaunlich große Campinglandschaft
Organisierte Campingplätze gelten in Griechenland rechtlich als touristische Beherbergungsbetriebe und müssen entsprechend angemeldet und betrieben werden. Die Panhellenic Camping Association führt legale Campingplätze praktisch im ganzen Land auf. Besonders groß ist die Auswahl auf der Peloponnes, in Makedonien, im Epirus, auf den Ionischen Inseln und in Zentralgriechenland. Nach der aktuellen Übersicht des griechischen Campingverbandes finden sich allein auf der Peloponnes mehr als 50 organisierte Campingplätze, in Makedonien mehr als 30. Auch auf Kreta, den Kykladen und den Ionischen Inseln gibt es eine Reihe offizieller Anlagen. Allerdings sagt die reine Anzahl wenig darüber aus, wie unterschiedlich diese Plätze sein können. Und genau das macht Camping in Griechenland interessant.
Vom einfachen Platz bis zur Ferienanlage
Ein griechischer Campingplatz muss nicht zwangsläufig bedeuten:
Wohnwagen an Wohnwagen, Animation und Schrankenanlage. Viele kleinere Plätze wirken ausgesprochen familiär. Ein paar Reihen Stellplätze, Olivenbäume, eine einfache Rezeption, Sanitärgebäude, vielleicht eine kleine Taverne oder ein Mini Market und irgendwo dahinter beginnt bereits der Strand.
Daneben gibt es größere Anlagen mit Swimmingpool, Sportangebot, Restaurant, Supermarkt, Spielplatz und Mietunterkünften. Viele Campingplätze bieten inzwischen zusätzlich Bungalows, Mobilheime oder Mietzelte an. Damit eignet sich Camping in Griechenland längst nicht mehr nur für Menschen, die mit eigenem Zelt oder Wohnwagen anreisen. Wer das Campinggefühl ausprobieren möchte, aber nachts trotzdem gerne in einem richtigen Bett schläft, findet zunehmend entsprechende Angebote.
Der größte Luxus heißt Schatten

Bei österreichischen Campingplätzen freut man sich über einen sonnigen Stellplatz. In Griechenland kann man darüber anderer Meinung sein. Spätestens wenn das Thermometer am Nachmittag deutlich über 30 Grad klettert, wird aus dem vermeintlich romantischen Platz in der Sonne ziemlich schnell ein Backofen.
Schatten ist beim griechischen Camping Gold wert.
Viele etablierte Plätze liegen deshalb unter Pinien, Olivenbäumen, Eukalyptus oder künstlichen Schattendächern. Gerade für Zelte und Wohnwagen ohne leistungsfähige Klimatisierung lohnt sich bei der Buchung die Frage:
Wie schattig ist der Stellplatz tatsächlich?
Ein Baum auf dem Werbefoto bedeutet schließlich noch nicht, dass er um drei Uhr nachmittags über dem eigenen Zelt steht. Auch die Ausrichtung spielt eine Rolle. Wer morgens lieber von der Sonne geweckt wird und dafür am heißen Nachmittag Schatten hat, wird seinen Stellplatz anders auswählen als jemand, der die Morgensonne meiden möchte.
Camping direkt am Meer
Das ist vermutlich einer der größten Reize Griechenlands. Zahlreiche Campingplätze liegen unmittelbar an der Küste oder nur wenige Gehminuten vom Meer entfernt. Man muss keinen Parkplatz suchen, keine Strandtasche ins Auto packen und keine halbe Stunde fahren. Man nimmt sein Handtuch und geht schwimmen.
Gerade auf der Chalkidiki, der Peloponnes, im Epirus und auf vielen Inseln gibt es Plätze mit direktem oder nahezu direktem Strandzugang. Dabei sollte man allerdings genau hinschauen. „Am Meer“ kann bedeuten:
breiter Sandstrand direkt vor dem Stellplatz.
Es kann aber genauso heißen:
kleine Kiesbucht über eine Treppe erreichbar.
Beides kann wunderschön sein. Es ist nur nicht dasselbe.
Die Peloponnes – vielleicht das vielseitigste Campingrevier

Für eine längere Campingreise ist die Peloponnes beinahe ideal. Sie verbindet Meer, Berge, kleine Städte, antike Stätten und erstaunlich unterschiedliche Landschaften. Man kann einige Tage am Golf von Korinth verbringen, anschließend Richtung Nafplio und Epidauros fahren, weiter nach Monemvasia, durch die Mani und schließlich über Kalamata und Pylos wieder nach Norden. Dazwischen liegen Olympia, Mykene, einsame Buchten und Dörfer, in denen man vermutlich länger bleibt als ursprünglich geplant.
Die große Zahl organisierter Plätze auf der Halbinsel macht es vergleichsweise einfach, eine Rundreise in überschaubare Etappen aufzuteilen. Der griechische Campingverband führt die Peloponnes derzeit als Region mit dem größten Campingangebot des Landes. Für Camper, die Griechenland zum ersten Mal auf diese Art erleben wollen, wäre sie deshalb eine unserer ersten Empfehlungen.
Chalkidiki – besonders interessant aus Österreich
Für österreichische Camper besitzt die Chalkidiki einen entscheidenden Vorteil:
Sie liegt im Norden.
Wer über die klassische Balkanroute nach Griechenland fährt, muss nicht erst noch weitere fünf oder sechs Stunden Richtung Süden fahren. Nach Thessaloniki ist das Meer praktisch schon in Reichweite. Die drei „Finger“ Kassandra, Sithonia und Athos unterscheiden sich deutlich voneinander. Besonders Sithonia ist mit Buchten, Pinienwäldern und vergleichsweise viel Natur ein klassisches Campingziel. Wer aus Österreich mit Wohnwagen, Wohnmobil oder Zelt anreist und nicht gleich eine mehrwöchige Rundreise plant, findet hier einen der unkompliziertesten Einstiege ins Camping in Griechenland.
Epirus und Ionische Küste – grün statt karg
Wer bei Griechenland ausschließlich an trockene Kykladenlandschaften denkt, erlebt im Epirus eine Überraschung. Die Region im Nordwesten ist wesentlich grüner. Zwischen Igoumenitsa, Sivota, Parga und Preveza liegen zahlreiche Strände, Wälder und kleinere Urlaubsorte. Für Reisende, die mit der Fähre aus Italien in Igoumenitsa ankommen, beginnt der Campingurlaub praktisch direkt nach dem Verlassen des Hafens. Auch Lefkada ist besonders interessant: Die Insel ist über eine Straßenverbindung mit dem Festland verbunden. Man braucht also keine zusätzliche Autofähre. Einfach hinüberfahren – und schon ist man auf einer Ionischen Insel.
Camping auf den Inseln

Natürlich funktioniert Camping auch auf griechischen Inseln. Aber hier lohnt sich Planung. Auf größeren Inseln wie Kreta ist eine längere Campingreise durchaus sinnvoll. Auch auf einigen Kykladeninseln gibt es traditionsreiche Campingplätze, die besonders bei jüngeren Individualreisenden beliebt sind. Je kleiner die Insel wird, desto stärker stellt sich allerdings die Frage:
Brauche ich dort wirklich mein eigenes Wohnmobil?
Fährpreise hängen unter anderem von Fahrzeuglänge und Fahrzeugtyp ab. Bei mehreren Inselwechseln können die Transportkosten dadurch einen erheblichen Teil des Reisebudgets ausmachen. Mit Zelt und Rucksack sieht die Rechnung völlig anders aus. Wer zu Fuß auf die Fähre geht, kann Inselhüpfen und Camping sehr gut miteinander kombinieren. Für Wohnmobilreisende sind dagegen Festland, Peloponnes, Chalkidiki, Epirus oder große Inseln häufig praktischer.
Mit dem Zelt nach Griechenland
Camping mit dem eigenen Zelt besitzt in Griechenland einen besonderen Reiz. Man reist relativ leicht, braucht keinen großen Stellplatz und kommt auch auf Inseln problemlos mit der Fähre weiter. Allerdings stellt das Klima andere Anforderungen an die Ausrüstung als ein Campingwochenende am österreichischen See. Ein gutes Zelt sollte ordentlich belüftet sein. Dunkle, dicke Stoffe können sich tagsüber enorm aufheizen. Eine zusätzliche Plane oder ein Sonnensegel kann deshalb wichtiger sein als ein besonders luxuriöses Vorzelt.
Und der Boden? Der kann alles sein.
- Sand
- Erde
- Kies
- Steinhart ausgetrockneter Untergrund
Ein paar robuste Heringe gehören deshalb unbedingt ins Gepäck. Wer schon einmal versucht hat, einen dünnen Alu-Hering in griechischen Sommerboden zu treiben, versteht sehr schnell, warum.
Wohnmobil und Wohnwagen
Mit dem Wohnmobil ist Griechenland eines jener Länder, in denen der Weg selbst ein großer Teil der Reise sein kann. Von Österreich gelangt man entweder über die Balkanroute durch Ungarn beziehungsweise Slowenien/Kroatien, Serbien und Nordmazedonien ins Land – oder mit einer Fähre von Italien nach Igoumenitsa oder Patras. Beide Varianten haben ihren Reiz.
Über den Balkan ist man flexibel und benötigt keine lange Fährüberfahrt. Die Italienfähre spart dagegen viele Straßenkilometer und kann gerade mit Wohnwagen oder größeren Wohnmobilen angenehm sein. Auf den Campingplätzen selbst lohnt sich ein genauer Blick auf die Ausstattung. Nicht jeder Platz bietet dieselben Möglichkeiten für:
- Frischwasser
- Abwasserentsorgung
- Stromanschluss
- Chemietoiletten
- Große Fahrzeuge.
Wer mit einem langen Wohnmobil oder Gespann unterwegs ist, sollte außerdem bereits bei der Reservierung die Fahrzeugmaße angeben. Eine Stellplatzparzelle, die für einen VW-Bus wunderbar funktioniert, kann mit acht Metern Wohnmobil plötzlich ziemlich sportlich werden.
Was darf man von einem Campingplatz erwarten?
Die Standards unterscheiden sich. Das gehört ein Stück weit zum Charme – sollte aber niemanden überraschen. Auf einem größeren Feriencampingplatz gibt es möglicherweise moderne Sanitäranlagen, Pool, Restaurant, Bar, Supermarkt, Waschmaschinen, Sportplätze und Kinderanimation.
Ein kleiner Familienplatz bietet vielleicht nur Duschen, Toiletten, Strom, einen Kühlschrank zur gemeinsamen Nutzung und eine einfache Taverne.
Und trotzdem kann genau dieser kleine Platz zum Lieblingsort des Urlaubs werden. Bei der Auswahl würde ich deshalb weniger nach möglichst vielen Sternchen suchen und stärker danach:
Was brauche ich tatsächlich?
Wer jeden Tag am Meer liegt und abends in die Taverne geht, braucht möglicherweise keinen Pool, Fitnessraum und fünf Restaurants. Eine saubere Dusche und ein schattiger Platz können wesentlich wichtiger sein.
Im Juli und August lieber reservieren
Griechenland besitzt zwar viele Campingplätze, aber nicht unendlich viele schattige Plätze direkt am Meer. Gerade diese sind im Hochsommer begehrt. Während man im Mai, Juni oder September häufig spontaner reisen kann, würde ich für Juli und besonders August bei beliebten Küstenplätzen nicht darauf vertrauen, dass am Abend schon irgendetwas frei sein wird. Das gilt umso mehr für große Wohnmobile, Wohnwagen-Gespanne, Stellplätze in erster Reihe am Meer, Bungalows und Mietunterkünfte.
Der August besitzt außerdem eine Besonderheit: Dann machen auch sehr viele Griechen selbst Urlaub. Ein Campingplatz, der im Juni angenehm ruhig war, kann Mitte August völlig anders aussehen.
Frühling und Herbst sind für Camper besonders interessant
Wer nicht an Schulferien gebunden ist, bekommt in Griechenland möglicherweise gerade außerhalb des Hochsommers die schönste Campingzeit. Mai und Juni bieten lange Tage, grüne Landschaften und meist angenehmere Temperaturen. September ist für viele Camper nahezu ideal. Das Meer ist noch warm, die größte Sommerhitze lässt nach, viele Plätze sind weiterhin geöffnet und die Hochsaison klingt langsam aus.
Im Oktober wird es regional unterschiedlicher. Im Süden und auf Kreta kann Camping noch ausgesprochen angenehm sein, während weiter nördlich Nächte bereits deutlich kühler werden und erste Campingplätze schließen.
Wer außerhalb der klassischen Saison reist, sollte deshalb vorher prüfen, welche Anlagen tatsächlich geöffnet sind.
Wildcampen: Romantik trifft Rechtslage
Einsame Bucht - Wohnmobil direkt am Meer - Tisch hinaus - Markise auf - Sonnenuntergang - Das perfekte Instagram-Foto.
Rechtlich ist die Sache allerdings erheblich weniger romantisch.

Freies beziehungsweise wildes Campen außerhalb dafür zugelassener Plätze ist in Griechenland grundsätzlich verboten. Das betrifft insbesondere das Aufstellen von Zelten und Camping in öffentlichen Bereichen, an Stränden, bei archäologischen Stätten und in beziehungsweise an Waldgebieten. Das griechische Campingverband weist ausdrücklich auf dieses Verbot hin. Bei Wohnmobilen gab es nach einer Gesetzesänderung 2025 zunächst erhebliche Verwirrung.
Inzwischen wurde die Situation klarer gefasst. Parken ist nicht automatisch Camping.
Nach der seit 2025 geltenden neuen griechischen Straßenverkehrsordnung dürfen Wohnmobile bis 7,5 Meter innerhalb geschlossener Ortschaften grundsätzlich dort parken, wo dies auch für andere Fahrzeuge zulässig ist. Für größere Wohnmobile und Wohnwagen gelten zusätzliche zeitliche Beschränkungen. Außerorts gelten die allgemeinen Bestimmungen für vorgesehene Parkflächen beziehungsweise zulässige Straßenrandbereiche. Eine Polizeiklarstellung von 2026 stellte außerdem fest, dass bloßes Parken nicht allein deshalb zum Campieren wird, weil es sich bei dem Fahrzeug um ein Wohnmobil handelt.
Aber:
Markise ausfahren - Stühle und Tisch herausstellen - Grill aufbauen - Öffentlichen Raum als privaten Campingplatz benutzen
Das ist etwas anderes als Parken.
Da dieses Thema einige Feinheiten besitzt, bekommt es bei uns demnächst einen eigenen Artikel:
„Wildcampen und Freistehen in Griechenland – was ist erlaubt?“
Feuer ist im griechischen Sommer kein Kavaliersdelikt
Beim Camping gehört Grillen für viele selbstverständlich dazu. In Griechenland ist hier während des Sommers allerdings besondere Vorsicht notwendig. Die offizielle griechische Zivilschutzbehörde rät ausdrücklich davon ab, im Sommer offene Grillstellen in Wäldern oder in der Nähe trockener Vegetation zu benutzen. Ebenso sollen alle Tätigkeiten vermieden werden, die Funken oder Feuer verursachen können.
Die Waldbrandsaison 2026 läuft offiziell vom 1. Mai bis 31. Oktober; während dieser Zeit veröffentlicht der griechische Zivilschutz täglich eine Karte mit der regionalen Waldbrandgefahr. Auf Campingplätzen gelten zusätzlich die Regeln des Betreibers.
Wenn der Platz sagt "Heute kein Grillen", dann ist das keine übertriebene Campingplatzordnung, sondern möglicherweise schlicht vernünftig.
Klimaanlage, Strom und Sicherungen
Wohnmobilbesitzer sollten außerdem bedenken, dass ein Campingplatzstromanschluss nicht zwangsläufig dafür ausgelegt ist, gleichzeitig Klimaanlage, Warmwasserboiler, Kaffeemaschine und Elektrogrill zu betreiben. Die verfügbare Absicherung kann je nach Platz und Stellplatz unterschiedlich sein. Wer eine Klimaanlage betreiben möchte, sollte deshalb vorher nachfragen.
Genauso wichtig ist, dass nicht jeder Stellplatz seinen eigenen Wasseranschluss besitzt. Und auf kleineren Plätzen bedeutet „WLAN“ manchmal nur einen hervorragenden Empfang vor der Rezeption und spirituelle Verbundenheit mit dem Internet drei Reihen weiter.
Auch das gehört zum Camping. 😉
Mit Kindern

Für Familien kann Camping in Griechenland großartig funktionieren. Kinder finden schnell andere Kinder und der Strand ist häufig unmittelbar erreichbar. Man muss nicht bei jedem sandigen Fuß überlegen, was der Hotelteppich davon hält und abends kann man noch draußen sitzen, während die Kinder bereits im Zelt oder Wohnwagen schlafen.
Bei kleinen Kindern würde ich besonders auf Folgendes achten:
- viel Schatten
- kurzer Weg zum Sanitärgebäude
- sicherer Strandzugang
- keine stark befahrene Straße zwischen Campingplatz und Meer
- und je nach Alter vielleicht doch einen Platz mit Pool oder Spielplatz
Denn so wunderschön das Meer ist, manche Kinder sehen das nach zehn Tagen überraschend pragmatisch.
Mit Hund
Auch Hunde können auf vielen griechischen Campingplätzen willkommen sein. Allerdings gelten keine überall identischen Regeln. Manche Plätze erlauben Hunde problemlos, andere nur auf bestimmten Stellplätzen oder außerhalb bestimmter Mietunterkünfte.
Deshalb sollte man bereits bei der Reservierung klären:
- Ist der Hund erlaubt?
- Gibt es Einschränkungen am Strand?
- Muss er auf dem Platz angeleint werden?
Gerade im Hochsommer ist außerdem die Hitze ein wesentlich größeres Thema als bei einem Campingurlaub in Österreich. Ein Wohnmobil ohne Schatten kann sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.
Essen gehört zum Campingurlaub dazu
Eines der angenehmsten Dinge am Camping in Griechenland: Man muss nicht jeden Abend selbst kochen.
Viele Plätze besitzen eine eigene Taverne oder liegen nur wenige Gehminuten von einem Ort entfernt. Und selbst wenn man selbst kocht, findet man auf Märkten und in kleinen Geschäften Zutaten, die einem Campingessen schnell zu erstaunlicher Qualität verhelfen:
- Tomaten
- Feta
- Oliven
- Brot
- Joghurt
- Obst
- Olivenöl
Viel mehr braucht ein Sommerabend manchmal nicht und wer am nächsten Morgen feststellt, dass die mitgebrachte österreichische Camping-Kaffeemaschine mehr Strom benötigt, als der Anschluss hergibt, dann gibt es immer noch das Kafeneio.
Was kostet Camping in Griechenland?
Eine pauschale Antwort gibt es kaum. Die Preise unterscheiden sich nach Region, Saison und Ausstattung erheblich. Typischerweise setzt sich ein Campingpreis aus mehreren Komponenten zusammen, beispielsweise:
- Personen
- Stellplatz beziehungsweise Zelt
- Fahrzeug
- Strom
- eventuellen Zusatzleistungen
Ein kleiner einfacher Platz kann deshalb deutlich günstiger sein als eine Anlage direkt am Meer mit Pool, Entertainment und großer Infrastruktur. Auch Bungalows und Mietunterkünfte bewegen sich naturgemäß in einer anderen Preisklasse als ein kleines Zelt. Gerade bei Wohnmobilreisen lohnt es sich außerdem, die Gesamtrechnung zu betrachten.
Zum Campingpreis kommen möglicherweise:
- Maut
- Treibstoff
- Fähren
- Strom
Und bei Inselreisen Fahrzeugtickets für mehrere Fährpassagen. Dafür entfällt eventuell ein Mietwagen am Urlaubsort.
Camping bedeutet in Griechenland vor allem draußen leben
Vielleicht liegt genau darin der größte Reiz. Man erlebt das Land unmittelbarer. Morgens hört man bereits die Zikaden, der erste Kaffee wird unter einem Baum getrunken. Nach dem Schwimmen hängt die Badehose über der Leine. Abends riecht irgendwo jemandes Grill – sofern er gerade erlaubt ist. Kinder fahren mit Fahrrädern über den Platz, aus der Taverne nebenan hört man Stimmen und irgendwann sitzt man vor Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil und merkt, dass man eigentlich schon seit drei Tagen kaum mehr drinnen war.
Das ist Camping in Griechenland.
Nicht unbedingt luxuriös, nicht immer perfekt organisiert, manchmal staubig, manchmal heiß und gelegentlich besitzt die Dusche eine Vorstellung von Wasserdruck, die mit der eigenen nicht ganz übereinstimmt.
Aber dafür ist das Meer vielleicht nur fünfzig Meter entfernt und wenn morgens die Zelttür aufgeht, dahinter die Sonne durch die Olivenbäume fällt und irgendwo bereits der erste Kaffee gekocht wird, stellt sich eine andere Frage:
Warum eigentlich in einem Hotelzimmer aufwachen?
Stand der rechtlichen Hinweise: September 2026. Insbesondere Regelungen zu Wildcampen, Wohnmobilen, Brandschutz und örtlichen Einschränkungen können sich ändern. Vor der Reise sollten die aktuellen Bestimmungen sowie die Regeln des jeweiligen Campingplatzes geprüft werden.
