Nach meinen Urlauben 2006 und 2012 auf Rhodos wollte ich 2024 wieder einmal auf die Insel zurückkehren – diesmal, um auch meiner Familie dieses wunderschöne Stück Griechenland zu zeigen.

Bereits bei der Anreise verzichteten wir bewusst auf den üblichen Bustransfer des Reiseveranstalters und hatten schon von zu Hause aus ein privates Taxi gebucht. Das funktionierte ausgezeichnet: Der Taxifahrer nahm unmittelbar nach unserer Ankunft Kontakt mit uns auf und brachte uns ohne Umwege direkt ins Hotel. Gerade bei längeren Transferstrecken würde ich mittlerweile jederzeit wieder ein Taxi bevorzugen. Es ist wesentlich angenehmer, unkomplizierter und meistens auch deutlich schneller.

Unser Hotel, das Lindos Princess Beach, war grundsätzlich wirklich toll – für unseren Geschmack allerdings fast schon etwas zu groß. Bei unserer Ankunft waren unsere eigentlichen Zimmer noch nicht bezugsfertig und so verbrachten wir die erste Nacht in einer Suite. Das hörte sich zunächst natürlich großartig an, war letztlich aber auch nicht wesentlich spektakulärer als unsere späteren Zimmer.

Ansonsten bot die Anlage wirklich alles, was man sich für einen Familienurlaub wünschen kann. Wir hatten All-Inclusive gebucht und entsprechend umfangreich war auch das Angebot: vom riesigen Frühstücksbuffet über Mittag- und Abendessen bis hin zu Snacks wie Burgern, Eis, Kaffee und lokalen Getränken. Selbst die Cocktails am Abend waren inkludiert. Verhungern oder verdursten konnte hier also definitiv niemand.

Tagsüber wurde viel Animation angeboten und am Abend gab es regelmäßig Shows. Das wäre für uns persönlich nicht unbedingt notwendig gewesen, den Kindern gefiel es allerdings sehr gut. Auch sportlich wurde einiges geboten: Tennis, Volleyball, Fußball, Minigolf und ein kleines Fitnessstudio standen zur Verfügung.

In der zweiten Urlaubswoche wurde es in der Anlage allerdings beinahe schon etwas zu voll. Die enorme Anzahl an Gästen war teilweise wirklich anstrengend. Da wir ohnehin gerne etwas von der Insel sehen wollten, waren wir deshalb auch sehr viel unterwegs. Trotz der Größe und der vielen Menschen ist das Lindos Princess Beach meiner Meinung nach aber gerade für Familien mit Kindern sehr gut geeignet.

Für drei Tage hatten wir uns ein Auto gemietet und nutzten die Gelegenheit, einige Orte auf Rhodos zu besuchen. Da ich bereits zweimal auf der Insel gewesen war, konnte ich ganz gut den Reiseführer spielen. Trotzdem entdeckt man auf Rhodos selbst nach mehreren Besuchen immer wieder etwas Neues.

Unter anderem besuchten wir die Tsambika-Bucht, die ich wirklich sehr empfehlen kann, sowie das namensgebende Kloster. Mit dem Auto kommt man bereits relativ weit hinauf, bevor man den letzten Teil zu Fuß zurücklegt. Von dort oben hat man einen wunderbaren Ausblick über die Landschaft und die Küste.

Natürlich durfte auch die Südspitze der Insel, Prasonisi, nicht fehlen. Dort treffen Ägäis und Mittelmeer aufeinander, und je nach Wetter kann man sehr schön erkennen, wie unterschiedlich sich die beiden Seiten präsentieren. Windig ist es dort fast immer – aber genau das macht den besonderen Reiz dieses Ortes aus.

Auch die Hauptstadt Rhodos-Stadt stand auf unserem Programm und wurde vor allem für die Kinder zu einem Highlight. Natürlich spielte dabei das umfangreiche Shopping-Angebot eine gewisse Rolle. ;-) Aber auch abseits davon hat die Stadt viel zu bieten. Einen riesigen Kreuzfahrtdampfer beim Ablegen aus dem Hafen zu beobachten, sieht man schließlich auch nicht jeden Tag.

Ein weiteres Highlight war Lindos. Wir besuchten zunächst die Akropolis und gingen anschließend in einem der zahlreichen Restaurants mit Dachterrasse essen. Einen Tisch hatte ich bereits von zu Hause aus reserviert, was problemlos funktioniert hatte. Der Blick über die weißen Häuser und die engen Gassen von Lindos war wirklich wunderschön. Und spätestens beim anschließenden Bummel durch die kleinen Geschäfte kamen auch meine Frau und unsere Tochter voll auf ihre Kosten.

Ein ganz besonderes Erlebnis war unser Besuch auf einem Reiterhof, der von einer Deutsch-Griechin geführt wurde. Unsere Tochter reitet bereits seit Jahren und einige Monate vor unserem Urlaub hatte ich zufällig eine Dokumentation über Rhodos gesehen, in der genau dieser Reiterhof vorgestellt wurde. Damit war eigentlich sofort klar, dass wir dort einen Ausritt machen mussten. Auch diesen hatte ich bereits von zu Hause aus gebucht.

Nach einer kurzen Einschulung durch zwei junge deutsche Mädchen, die dort gerade ein Sommerpraktikum absolvierten, machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Über einen teilweise recht steinigen Bergweg ritten wir durch eine landschaftlich wirklich beeindruckende Gegend bis zu einem kleinen Kloster. Dort machten wir Halt und konnten uns das Kloster auch ansehen. Gerade wurde eine Taufe vorbereitet, was dem Ganzen noch eine ganz besondere Atmosphäre verlieh.

Für mich war es eine völlig neue Erfahrung, mit einem so großen Tier durch die Landschaft zu ziehen. Und auch wenn unsere Tochter als erfahrene Reiterin natürlich wesentlich routinierter war, hat dieser Ausflug uns allen ausgesprochen gut gefallen.

Gleich zu Beginn unseres Urlaubs lernten wir außerdem eine nette Familie kennen, mit der sich im Laufe der Tage eine richtige Freundschaft entwickelte. Das Schöne daran: Wir haben bis heute Kontakt und treffen uns auch immer wieder.

Alles in allem war es ein wirklich schöner und gelungener Urlaub, an den wir uns gerne zurückerinnern.

Nur etwa eine Woche nach unserer Rückkehr begannen auf Rhodos verheerende Waldbrände. Die Feuer breiteten sich auch bis in die Gegend unseres Hotels aus und das Lindos Princess Beach musste schließlich sogar evakuiert werden. Als wir die Bilder sahen, wurde uns erst richtig bewusst, wie viel Glück wir gehabt hatten, zu diesem Zeitpunkt bereits wieder zu Hause zu sein.

Trotzdem – oder gerade auch wegen der vielen schönen Erinnerungen – können wir Rhodos nach wie vor uneingeschränkt empfehlen. Und selbst nach drei Urlauben auf der Insel kann ich sagen: Rhodos wird einfach nicht langweilig. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.