Im Juli und August scheinen manche griechische Inseln niemals zu schlafen. Fähren bringen täglich neue Urlauber, die Tavernen sind bis spät in die Nacht voll, Motorroller ziehen durch die Gassen und am Strand reiht sich Sonnenschirm an Sonnenschirm. Einige Wochen später sieht derselbe Ort plötzlich völlig anders aus. Die Strandliegen verschwinden, Rollläden bleiben geschlossen und auf der Platia sitzen wieder hauptsächlich jene Menschen, die auch im Jänner noch hier sein werden. Doch verschwinden die Touristen, beginnt auf den Inseln keineswegs das große Nichtstun. Es beginnt lediglich ein and
„Siga-Siga“ gehört zu jenen griechischen Ausdrücken, die man als Urlauber irgendwann fast zwangsläufig hört. Wörtlich bedeutet er ungefähr „langsam, langsam“, doch damit ist nur ein Teil erklärt. Denn Siga-Siga kann ebenso „immer mit der Ruhe“, „nach und nach“ oder „eins nach dem anderen“ bedeuten. Vor allem aber steht der Ausdruck für einen Umgang mit Zeit, der in Griechenland manchmal deutlich anders wirkt als in Österreich. Mit Faulheit hat das allerdings erstaunlich wenig zu tun.
Mit dem Mietwagen zu einer abgelegenen Bucht fahren, kleine Bergdörfer entdecken oder dort anhalten, wo gerade keine Buslinie vorbeikommt: Auf vielen griechischen Inseln und am Festland eröffnet ein eigenes Auto Möglichkeiten, die man ohne Fahrzeug kaum hätte. Bei der Buchung sollte man allerdings nicht ausschließlich auf den Tagespreis achten, denn Versicherung, Selbstbehalt, Kaution und Mietbedingungen entscheiden oft darüber, ob aus dem günstigen Angebot tatsächlich ein guter Mietwagen wird.
Heute Paros, übermorgen Naxos und ein paar Tage später vielleicht noch Santorin oder Amorgos: Inselhüpfen gehört zu den schönsten Möglichkeiten, Griechenland kennenzulernen. Statt zwei Wochen an einem einzigen Ort zu verbringen, wird bereits die Fahrt mit der Fähre zum Teil des Urlaubs. Damit aus der Freiheit zwischen den Inseln allerdings kein logistischer Dauerstress wird, sollte die erste Tour nicht nach dem Motto „so viele Inseln wie möglich“ geplant werden.
Morgens aus dem Zelt steigen und nur wenige Schritte später im Meer stehen. Unter Pinien frühstücken, während die Zikaden bereits ihr Konzert begonnen haben. Oder mit dem Wohnmobil wochenlang zwischen Peloponnes, Epirus und Ägäis unterwegs sein. Griechenland ist wie geschaffen für Camping – allerdings ein wenig anders, als man es vielleicht aus Österreich kennt. Unser großer Überblick für alle, die Griechenland einmal unter freiem Himmel erleben möchten.
Der erste Griechenlandurlaub ist gebucht. Das Hotel wartet, die Vorfreude steigt – und irgendwann tauchen die ersten Fragen auf: Brauche ich Bargeld? Kann ich meine e-card verwenden? Wie viel Zeit sollte ich zwischen Flug und Fähre einplanen? Und warum beginnt das Abendessen manchmal erst dann, wenn wir zuhause schon beinahe ins Bett gehen würden? Zehn Dinge, die man vor der ersten Reise nach Griechenland wissen sollte.
Klein und stark aus dem Briki, schaumig mit Eiswürfeln oder als eiskalter Espresso: Kaffee gehört in Griechenland zum Alltag wie die Platia und das Kafeneio. Doch wer zum ersten Mal vor einer griechischen Getränkekarte sitzt, trifft auf Namen wie Ellinikós, Frappé, Freddo Espresso oder Freddo Cappuccino. Was steckt dahinter – und wie bestellt man eigentlich seinen Kaffee wie in Griechenland?
Tzatziki für mich, Bauernsalat für dich und danach jeder sein eigenes Hauptgericht? Kann man natürlich machen. Aber wer eine griechische Taverne wirklich erleben möchte, sollte eine andere Gewohnheit ausprobieren: bestellen für den Tisch, gemeinsam kosten und sich Zeit lassen. Denn die Taverne ist in Griechenland nicht nur ein Ort zum Essen – sie ist ein Ort zum Zusammensein.
Ein Kaffee, obwohl man eigentlich nur nach dem Weg gefragt hat. Ein Teller mit Obst aus dem eigenen Garten. Ein Glas Tsipouro, das plötzlich auf dem Tisch steht. Wer in Griechenland abseits der großen Ferienanlagen unterwegs ist, begegnet manchmal einer Form der Gastfreundschaft, die weit über freundlichen Service hinausgeht. Die Griechen haben dafür ein eigenes Wort: Filoxenia.
Wer Griechenland wirklich kennenlernen möchte, sollte nicht nur auf Strände, antike Tempel oder malerische Altstädte achten. Oft erzählen gerade die unscheinbaren Orte am meisten über den Alltag: das Kafeneio, die Platia und das Periptero. Drei Institutionen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben – und doch seit Generationen zu den sozialen Treffpunkten des Landes gehören.